CH- History Luzern


Künstlerbiographie Crazy

- Breakdance- Pionier und Hip Hop Artist -

Das von Crazy zur Verfügung gestellte Bild- und Videomaterial muss bei einer Weiterverwendung von Dritten mit korrekter Quelle angegeben werden (siehe Quellenverzeichnis). Die entsprechenden Urheberrechte gehören dem Künstler. 

Intro

Crazy (Dok 1), auch Big daddy Crazy, Papa Crazy, Crazy one, B-Boy oder B-Man Crazy (Video 1) genannt, mit bürgerlichem Namen Walter Petrongolo, geboren 1965 in Luzern, übt bis heute aktiv diverse künstlerische Disziplinen der Hip Hop Bewegung aus. Vorwiegend Breakdance (B-Boying, Breaking), daneben Beat Boxen, Rappen, ab und zu Malen (Graffiti- Writing). Er ist Judge (Juror) bei kleinen und grossen Breakdance Events (Abb.1), wie etwa am Red Bull BC one, dem grössten Einzelwettbewerb oder am Battle of the Year (BOTY), der weltweit grössten Crew Competition (Gruppen- Wettbewerb). Aus dem Bedürfnis heraus Kriterien für Crews zu erarbeiten, damit diese ein Feedback zur tänzerischen Weiterentwicklung erhalten, schlug er im Jahre 2000 an einem Headoffice Meeting des BOTY eine Systematik zur Erfassung von Bewertungskriterien vor. Innert vier intensiven Stunden wurde die Basis für das offizielle Bewertungssystem abgefasst, das bis heute als Standard zur Beurteilung von Crews an allen weltweiten BOTY Vorausscheidungen inklusive dem Finale gilt. Aktuell erstellt Crazy eine Datenbank, die er mit über die Jahre hinweg gesammelten Flyers, Fotographien und weiterem Material füttert. Einen Auszug dieser Sammlung seiner ersten sechszehn Jahren als aktives Mitglied der Hip Hop Bewegung zeigte er an seinem 50. Geburtstagfest in Form einer Ausstellung auf insgesamt sechszehn Präsentations- Paneelen (Ausschnitte Abb.2, Abb.3) - 24 Meter lang - in der Schüür in Luzern. Im Februar 2016 stellte er Letztere zur Lancierung einer Handcreme von der Kosmetikfirma Bodyshop in Zürich aus. Die Handcreme auf Hanfbasis wollte in einem urbanen Aspekt präsentiert werden. Hierfür wurde extra ein Hip Hop- Event an einer Lastwagen- Dockingstation in einem Industriegebiet organsiert. Diverse andere bekannte Breakdancer, MC’s, DJ‘s und Graffitiwriter waren aktiv an der Veranstaltung beteiligt. Der Erlös der verkauften Graffitis ging an gemeinnützige umwelt- und humanfreundliche Organisationen für die sich Bodyshop engagiert. Crazy begrüsst den Erfolg solch atypischer Konvergenzen, da jedoch solche sporadische Ausstellungen zeitaufwendig sind und nur einen kleinen Ausschnitt der Hip Hop Kultur zeigen, verdient Letztere einen festen Standort, an dem die ganze Geschichte präsentiert werden kann (siehe weiter unten).

Wie alles begann

Als fünfzehn, sechzehn jähriger Secondo (1980/81) ging er mit seinen Kumpels in Discos (Clubs) tanzen. Einerseits wollte er beim weiblichen Geschlecht punkten - wie dies bei männlichen Jugendlichen so üblich ist – andererseits sich Respekt bei den Jungs verschaffen. Alles was mit Tanzen zu tun hatte war interessant für Crazy, wodurch er stetig auf der Suche nach neuen Tanzschritten war. Ein knappes Jahr später hörte er via Urlauber die aus New York City (NYC) zurückkamen erste Gerüchte über einen neuen Tanzstil aus der Ostküsten Metropole. 1983 entdeckte er in einer schweizerischen Tageszeitung einen der ersten Beschriebe dieses neuen Tanzes mit seinen Pantomimen- Roboter und Akrobatikelementen, die man zu Beginn fälschlicherweise als ein und denselben Tanz wahrnahm. Ohne zu wissen wie oder was man genau machen musste wurde Crazy hellhörig und begann sich eingehend für diesen Tanz, dem Breakdance, wie ihn die Medien bezeichneten, zu interessieren. Da ihm einschlägiges Videomaterial auf VHS- Kassetten damals nicht zur Verfügung stand, orientierte er sich an Darbietungen von Breakern (Breakdance- Tänzer) in TV- Shows, Musikvideos oder sonstigen Ausstrahlungen von Fernsehsendungen der damaligen Zeit und begann sich auf einem Karton vor der Garage seines Elternhauses auf dem Rücken, der Hand, dem Kopf und den Hintern "herum zu wälzen". Er wollte sich jedoch ein exakteres Bild machen, um was es da ging bei diesen rotierenden und puppenähnlichen Bewegungen. Unermüdlich auf der Suche nach genaueren Informationen über dieses amerikanische Tanzphänomen suchte er diverse Medien nach dem Stichwort New York ab. Dies vorwiegend in Fernseh- Programmheften in der Hoffnung die eine oder andere Fernsehsendung über NYC auf schweizerischen, deutschen oder österreichischen Fernsehkanälen zu finden. Obwohl er kaum Material fand und nur spärlich auf andere Breakdancers in Schweizer Städten traf, folgte er seiner Intuition. Beharrlich trug Crazy Fragment um Fragment zusammen, wobei er das eigentliche Gesamtbild der Bewegung erst durch die Filme „Wildstyle“, der zu Beginn April 1983 das erste Mal im ZDF zu sehen war und „Beatstreet“, der 1984 in den Schweizer Kinos gezeigt wurde, klarer erfasste. Zudem gab es Fernsehsendungen, die Tänzer auftreten liessen, wie „Formel Eins“ und „Musikladen“ (beide ARD), „Wetten dass“ (ZDF), „Aktuelles Sportstudio“ (ZDF) und weitere Musiksendungen, die Videos ausstrahlten wie „Ronnys Pop Show“ (ZDF). Relevant für ihn blieb jedoch der Film „Beatstreet“ (1984), der zu einem gesamtheitlichen Bild der ganzen Hip Hop Kultur beitrug. Beeindruckend fand er zudem die Tatsache, dass Jugendliche, die unter nachteiligen Umständen aufwuchsen mithilfe der Hip Hop- Kultur einen alternativen Weg fanden, um den allgegenwärtigen Weg vieler Gangs - Drogen und Gewalt - zu umgehen. Der Film „Wildstyle“ (1983) war ihm teilweise zu gewaltverherrlichend und mit dem Macho Gehabe konnte er wenig zu beginnen wissen. Ihn interessierte vor allem die positiven kreativen Elemente der Bewegung. Dennoch sind Filme wie „Style Wars“ (1983)und „Wild Style“ die wichtigsten Zeitdokumente für ihn, die zeigen unter welchen schwierigen Umständen die Hip Hop- Kultur damals entstanden ist.


 Hip Hop, Kultur mit kreativen Elementen

Die ersten fünfzehn Jahre betrieb Crazy alle kreativen Elemente der Hip Hop Bewegung in gleichem Masse intensiv. Zu Beginn fokussierte er auf ein Gemisch von Breakdance (B-Boying) und Electric- boogie (Boogalooing, Locking); letzteres wurde damals als Breakdance interpretiert, erst mit der Zeit differenzierten sich hieraus die einzelnen Disziplinen. Danach beschäftigte er sich vorwiegend mit dem Breaking (B-Boying), das er bis heute aktiv ausübt. Beim Writen (Graffiti/Malen) wurde ihm schnell bewusst, dass er qualitativ mit den teilweise photorealistischen oder Wildstyle- technischen Leistungen in den legalen „Hall of Fames“ (legale Graffiti- Hallen) oder anhand der Studien von Graffitis an Zuglinien anderer Schweizer Künstler nicht mithalten konnte und konzentrierte sich in seinem Blackbook (Graffiti Skizzenbuch) und auf den Wänden vorwiegend auf die Lesbarkeit der Schriftzüge, sprich das Lettering (lesbare Kaligraphie) und die einfachen Characters (Figuren). Daneben übte er sich im Rappen und produziert 1988 mit der "Crazy Force Crew" die erste Schweizer Rap- Single. Als conscious[1] Rapper hob er sich textlich in Freestyle Competitions (Wettbewerbe mit unvorbereiteten Raptexten) von seinen beleidigenden Mitstreitern ab. Generell legte er viel Wert auf aussagekräftige Texte, da er der Meinung war, wenn man ein Mikrofon in die Hand nehme, müsse man auch etwas zu sagen haben. Dies, um vor allem den alten positiven Geist der Hip Hop Bewegung aufrecht zu erhalten. Das Human Beatboxen gehörte natürlich zu den Standardkünsten, die Crazy zur Vorgabe eines Beats für das lockere Freestylen betrieb, sofern ein Ghettoblaster (Stereo- Kassetten- Radiogerät) unterwegs nicht vorhanden war. Generell war es während der Anfangszeit der Hip Hop- Kultur üblich sich möglichst vielen Disziplinen zu widmen, da man einer kleinen Szene mit begrenzter Anzahl Aktivisten angehörte. 

1986/87 gründete er zusammen mit Dany D die „Crazy Force Crew“. Die beiden traten mit Breakdance-, Rap- und Graffitipräsentationen an sogenannten Wanderdiscos auf. An Letzteren wurden DJ’s engagiert, die zu einfachen Lichtshows Musik auf Plattenspielern auflegten; die bis fünf Meter hohen Wandkonstruktionen der damaligen Lichtshows bestanden aus mit Glühbirnen bestückten Holzkästen, die bei ausreichendem Budget mit einer zusätzlichen Discokugeln ausgerüstet wurden, was dem aktuellen Mainstream entsprach. Kurze Zeit später schloss sich Thaid one der Crew an, nachdem er einen Workshop von Crazy besucht hatte und während einer Trainingssession in der Tanzsschule „Gery Bucher“ von Crazy die theoretischen Grundlagen des scratchen[2] unterrichtet bekam, worauf ihn die Leidenschaft als Diskjockey (DJ) packte und er DJ der „Crazy force Crew“ wurde. Etwas später traten Mike und Magic der Crew bei. Auch sie lernten die Liebe zur Hip Hop Kultur über Workshops oder Trainingseinheiten mit Crazy kennen. Später schlossen sich zudem Jens und Meta Def Ice aus Bern für ein paar Jahre der Crew an. Bei den gemeinsamen Reisen nach Deutschland, Italien, Belgien, Österreich und Holland, an denen sie bis Ende der 90er Jahre mit Ihren Hip Hop- Shows (Writing, Rapping, Breaking, Beatboxing, DJ'ing) auftreten konnten, war der familiäre Aspekt im Sinne des Zusammenhalts einer Crew genauso wichtig, wie die Präsentation aller Elemente der Hip Hop Kultur. Sie zielten darauf ab dem Publikum das positive Potenzial mit ihren kreativen Möglichkeiten in Shows zu zeigen. Diese Shows hoben sich deutlich von Gewaltverherrlichung und Gangsterrap ab. Heute ist Crazy noch der letzte Aktive der Crew.

 Aller Anfang ist schwer

In der Anfangszeit orientierte sich Crazy vor allem über den Austausch mit anderen B- Boys (Break- Boys) auf gleicher Stufe oder solche die ein- oder anderthalb Jahre vor ihm zu trainieren begonnen hatten. Crazy hatte weder einen Videorekorder noch filmische Dokumente und war somit konstant unterwegs Gleichgesinnte in anderen Städten aufzusuchen, um stetig an neue Fakten über diesen Tanz und die Hip Hop- Kultur zu gelangen. Erste Referenzpunkte waren sicherlich B-Boys in den Strassen von Luzern, wie Adi, Carlo und Dany D. Zusammen mit diesen erfuhr er durch kontinuierliches nachforschen (diggen) von den „Battle Rockers“ aus Zürich und den „Jazzy Rockers“ in Biel. Im damaligen Erfahrungsaustausch erlernte er weiteres theoretisches Know- how des ihm bis dahin lediglich via hören sagen Beschriebenen. Zusammen suchte man nach Trainingsorten und „Hall of Fames“, oder man versuchte herauszufinden wo es Jams (Parties) in Zürich, Bern, Basel, der Coupole in Biel und weiteren Städten gab. Selbst aktiv sein, sich ein Bild machen. Schauen, sehen, einen eigenen Style entwickeln ohne dabei den Körper als Instrument zu zerstören, war und ist Crazys Lernstrategie bis heute. Das genaue Beobachten von Bewegungsabläufen half ihm sich gemäss seinen körperlichen Fähigkeiten zum Tänzer zu entwickeln. Beispielsweise trainierte er den Headspin (Rotation auf dem Kopf) aus Nachsicht auf seine Nackenwirbel lange nicht. Überdies kursierten Gerüchte anderweitiger Tänzer, die sich bei erwähnter Figur das Genick gebrochen hätten. In den Anfangszeiten wurde von den Meisten munter drauflos probiert im Sinne von, Zitat Crazy: Try and error [3]. Verletzungen gab es zu Hauf. Schnell wurde ihm bewusst, dass der Körper mit dieser Trainingsmethode nicht mithält und somit Letztere auch nicht der Weg ist, wie der Körper lernt. Der Mensch lernt über langsames Wiederholen von Bewegungsabläufen. Diese muss der Körper erst zu verstehen wissen, um die Befehle hiernach richtig auszuführen. Hierzu muss jedoch das Gehirn fähig sein, diese Befehle in der richtigen Sequenz umsetzen zu können. Um das zu erreichen, müssen die Bewegungsabläufe so oft repetiert werden bis der Körper sie natürlich wiedergibt. Hohe Geschwindigkeit, sprich schnelle Bewegungen sind nicht geeignet, um dem menschlichen Bewegungsapparat einen Bewegungsablauf klar zu machen. Vergleichend hierzu stellt man ein Kleinkind, das noch nicht laufen kann, ebenso wenig auf die Beine, schubst es in den Rücken und geht davon aus, dass es dadurch Rennen erlernt. Nur schon um das Gleichgewicht halten zu können, zwecks des aufrechten Stehens, braucht die Muskulatur enorm viel Übung, um die notwendige Muskulatur aufzubauen und das Zusammenspiel mit den notwendigen Hirnimpulsen zu trainieren und abzuspeichern. Laufen oder Rennen kommt erst nachdem das Stehen vollständig erlernt wurde. Nur dies alleine zeigt bereits, dass der Ansatz "Stell dich für den Headspin auf den Kopf, kreuze deine Beine, schwinge und guck mal was passiert" völlig falsch ist. Die genauen Analysen der akrobatischen Bewegungsabläufe (powermoves) und das Definieren von statischen Übungen, um die notwendige Kraft und Koordination aufzubauen, haben dazu geführt, dass Crazy mit 51 Jahren (Video 2, Mai 2016, Video 3, 2014) immer noch ohne körperliche Probleme als Tänzer unterwegs ist (mehr dazu weiter unten). Die aus seinen persönlichen Erfahrungen resultierenden Trainings- Methoden unterrichtet er regelmässig im In- und Ausland.

Während den ersten fünf Jahren als Breaker unterwegs, traf er sämtliche Old school B- Boys, die einen gewissen Level hatten. 1984/85 nahm er das erste Mal für die Tanzschule „Gery Bucher“ aus Luzern an Meisterschaften teil. Ein Verband von Tanzschulen, die mit der IDO (International Dance Organisation) liiert waren, organisierte solche Events in der ganzen Schweiz. Crazy wollte zeigen was er konnte, wissen wie genau es um seine Leistungen stand und auf andere Breaker treffen. Abgesehen davon, wurden Tänzer mit guten nationalen Platzierungen zu internationalen Meisterschaften eingeladen, wodurch gleichzeitig die Möglichkeit eröffnet wurde ohne viel Geld auf Reisen zu gehen. Beurteilt wurden die Breaker von Leuten, die mit der eigentlichen Sache (Hip Hop) nichts zu tun hatten. Crazy, wie auch viele andere die am Start waren, nahmen die Wettbewerbe nicht sonderlich ernst. Für ihn war das spannendste überhaupt Kontakte zu den anderen Tänzern knüpfen zu können. Leute zu treffen, die das gleiche liebten und sich an diesen Meisterschaften mit ihnen auf genialste Weise austauschen zu können. Aktuel Force, Battle Squad mit den Breakern Swift und Storm (D), Broken glass (GB), CoraE (D), Crash (I), Emilio (I), Enemy Squad (HU), Led (I), Next one (I) oder Paulo Nunes (NL) gehören zu einigen ausländischen Crews und Tänzern, die Crazy an solchen Meisterschaften kennen gelernt hatte. Über diese Kontakte erfuhr er zudem, wo die nächsten nationalen und internationalen Jams stattfanden. Beispielsweise wann und wo in der Schweiz die nächste Jam mit Battles (Breakdance- Wettstreit) oder Breakdance- Meisterschaften (CH- Meisterschaft Bern Gurten 1991, Video 4) stattfanden oder an welcher nächsten Hip Hop Party DJ Deenasty in Paris auflegte. Da sich die Flyer, die auf solche Jams aufmerksam machten, von der West- in die Deutschweiz nicht von selbst verteilten – Internet gab es damals nicht - musste man sich schon selbst von A nach B bewegen, um an die nächsten Flyers für die nächsten Partys zu gelangen. Zitat Crazy: „Bewege dich, sei selbst aktiv“. Daneben blieb er regelmässigen über Telefonate mit analogem Festnetzanschluss oder handschriftlich abgefassten Briefen mit befreundeten B-Boys aus dem Ausland in Kontakt, wie etwa Swift oder Next one. Die Briefe galten nicht nur als Medium zur Freundschaftsbindung und für den Informationsaustausch, sondern man konnte durch eine beigelegte Skizze, auch gleich seinen aktuellen Level im „malen“ (Graffiti) visualisieren. 


Geschichte Breakdance (B-Boying) in der Schweiz

1994 wurde Crazy für den „Hip Hop Monat“ in Zürich angefragt die schweizerische Breakdance Geschichte aufzuarbeiten und diese an einem Abend vorzustellen. Täglich wurden während dieses Monats unterschiedliche Themen der Hip Hop Kultur präsentiert und mit Aktivitäten wie Präsentationen, Lesungen, Happenings, Konzerten, Competitions, Jams usw. dem Publikum näher gebracht. Um an einschlägiges Quellenmaterial zu gelangen, reiste er vorwiegend auf der Suche nach Fotographien in der ganzen Deutsch- und Westschweiz herum. Daneben traf er an einer Show an der er selbst mittanzte den Mitbegründer der für die Schweizer Breakdance Geschichte historisch wichtigen Tanzschule Jazzeria in Zürich. Dieser war an besagter Tanzshow als Choreograph tätig. Crazys Recherchen hatten damals folgendes ergeben, Zitat Crazy: Einer der wichtigen Einflüsse der deutschschweizerischen Breakdance Geschichte beginnt mit einem im Jahre 1982/83 in New York ausgeschriebenem Wettbewerb der Zürcher Tanzschule Jazzeria. Die Gewinner sollten ein Jahr lang in einer Form von angestelltem Verhältnis Breakdance in Zürich unterrichten. Bedauerlicherweise stellte sich jedoch heraus, dass die Gewinner über keine Ausreisepapiere verfügten und dadurch zwei andere Breakdancer (X-Thro und Kid Terriffic) eingeflogen wurden. Die erste Breaking- Crew der Schweiz, die „Back Street Crew“ (später „Battle Rockers“) war folgerichtig in Zürich zu finden. Da man in den Anfangszeiten nicht daran dachte die Geschichte des schweizerischen Breakdance zu dokumentieren, sind natürlich historische Lücken entstanden, die man im Nachhinein nur schwer wieder füllen kann. Sicher ist, dass die „Back Street Crew“ aus Zürich in der Deutschschweiz und später die „Jazzy Rockers“ aus Biel, die „Jam Power“ aus Genf, sowie die „Supreme Rockers“ aus Lausanne in der Westschweiz zu den ersten schweizerischen Breakdance Crews gehörten von denen ich gehört hatte. Die Westschweizer waren auch auf Grund der Hip Hop Sendung H.I.P. H.O.P., die auf TF1 seit Januar 1984 ausgestrahlt wurde, der Deutschschweiz, abgesehen von Zürich, immer mal wieder etwas voraus. Vor allem wenn es in späteren Jahren um Fakten und Informationen über Hip Hop und Ihre Zusammenhänge ging. Die von Sidney moderierte französische Hip Hop- Sendung wurde in der Deutschschweiz nicht gesendet. Die Sendung umfasste das ganze Repertoire der damaligen Hip Hop Kultur und beinhaltete viele bekannte Protagonisten, wie z. B. Afrika Baambaata oder die „Paris City Breaker“. Auch wurden in besagter Sendung kleine Lektionen in diversen Hip Hop- Tanzarten durchgeführt. Die Sendung war von Hip Hop Protagonisten für Hip Hop- Aktivisten gestaltet worden. Ganz im Gegensatz des eher lächerlichen Pendants, das ab April 1984 auf ZDF ausgestrahlt wurde, und „Breakdance“ hiess. Eine Sendung, die mehr einer Aerobic oder Pantomime- Show ähnelte als etwas das mit Hip Hop zu tun hatte. Am Besten war noch das Signet der Sendung, ein Zusammenschnitt aus diversen Filmausschnitten.

Das Resultat der Recherchen über die Schweizer Breakdance- Geschichte wurde von Crazy im Rahmen eines Vortrages an besagtem Hip Hop- Festival in der roten Fabrik in Zürich präsentiert. Dies mit Hilfe von Folien (mit Dank an Meta Def Ice) und einem für die Zeit üblichen Hellraumprojektor. Später wurde ein Teil dieser Arbeit auf der Homepage der bekannten Schweizer Breaking- Crew „Spartanic Rockers“ veröffentlicht.


 Dokumentieren, philosophieren, dozieren

In den letzten Jahren versuchten verschiedene Zeitzeugen und Hip Hop- Aktivisten auf der ganzen Welt die Hip Hop Bewegung historisch aufzuarbeiten und zu präsentieren. So beispielsweise Zebster aus Deutschland, der ein Hip Hop Museum in einer Fabrikhalle einzurichten versuchte. Die Pläne lagen bereits auf dem Tisch, doch das Projekt konnte bis heute nicht umgesetzt werden. Bezüglich des Informationsaustausches der nationalen und internationalen Geschichte des B-Boying steht Crazy bis heute mit diversen Hip Hop- Aktivisten aus dem In- und Ausland in Kontakt von denen er Anfragen erhält. Als Vertreter der Hip Hop Kultur wurden beispielsweise Crazys Kleidungstücke und Acessoires an einem lebensgrossen Portrait im „Historischen Museum Luzern“ ausgestellt. Die im Jahr 2007 stattgefundene Ausstellung „Dresscodes“ präsentierte verschiedene Dresscodes aus der Vergangenheit und der Gegenwart. In naher Zukunft soll zudem ein internationales Buch- Projekt zu diesem Thema entstehen.

Seit Mitte der 80er Jahre unterrichtet Crazy immer wieder jüngere Generationen. Sei dies im Rahmen von Breaking- Workshops oder von zusammen mit Freunden gestalteten Workshops, die alle Hip Hop Disziplinen beinhalten. Das Weitergeben des Inhaltes der Kultur war und ist ihm ein wichtiges Anliegen.

Besonders spannend findet Crazy zudem den Austausch mit Hip Hop- Theoretikern. Letztere übten nie Elemente der Kultur selbst aktiv aus, schreiben jedoch Bücher und sonstige Arbeiten über Hip Hop und halten Studiengänge wie auch Seminare an diversen Universitäten ab. Eines der letzten Seminare dieser Art mit Titel „Is it real?“ an dem Crazy als Szenen- Aktivist eingeladen wurde, handelte über die Authentizität der Hip Hop Bewegung im gleichnamigen Buch von Dr. Gabrielle Klein. Mit Letzterer führte er ein Podiumsgespräch in Rahmen eines Studiengangs über das Tanzen und der Tanzpädagogik an der Universität Bern. Zwischen 2000- 2010 dozierte Crazy an den Instituten für Sportwissenschaften der Universitäten Bern und Fribourg über das Thema Hip Hop und Breakdance. Am Vormittag den theoretischen Teil in Form von Präsentationen über die Geschichte und die Zusammenhänge der Hip Hop- Kultur, Nachmittags folgte die Praxis mit „Popping“ und „Breakdance“. Seit 2014 ist Crazy mit einem Workshop unterwegs, den er „My Way“ nennt. Dieser baut darauf auf, dass es wahrscheinlich keine Tänzer mehr gibt, die in seinem Alter auf dem gleichen Niveau breaken so wie er selbst. Der Workshop soll Crazys physikalische Studien zu den Bewegungsabläufen im Breakdance und den hieraus resultierenden Trainingsmethoden an Tänzer vermitteln. Nicht an Anfänger, denn diese sind kaum an Crazys Erkenntnissen zum Thema „respektvoller Umgang mit dem Instrument eines Tänzers, dem eigenen Körper“ interessiert. Dementsprechend richtet sich der Workshop an Tänzer, die genug lange getanzt haben und wissen, dass der Körper keine Fehler vergisst und die aus Liebe zum Tanz gewillt sind noch etwas dazu lernen zu wollen. In der Theorie geht er mit Hilfe von kleinen Experimenten physikalischen Fragen nach. Zum Beispiel: „Wie wirken sich die physikalischen Gesetze auf einen Bewegungsablauf aus?“, „Was passiert genau wenn man einen Move ausübt und wie kann man ihn lernen ohne seinen Körper zu maltraitieren?“. In dem hierauf folgenden praktischen Teil, wird die Theorie in die Praxis umgesetzt und an diesen Bewegungen gearbeitet. Somit erlernen die Tänzer welche physikalischen Kräfte, zu welchem Zeitpunkt, welchen Einfluss auf den Körper haben. Dieses ganze Wissen ist für Crazy wichtig, da es auch den Flow (flüssiges, fliessendes Tanzen) im Breakdance steuert und zitiert hierzu Bruce Lee, Zitat Crazy: „Be water“ mit anschliessender Erläuterung, um hier nur einen der Grundsätze des Workshops zu veranschaulichen, Zitat Crazy: Wasser fliesst den Hang hinunter, ganz sanft flüssig und regelmässig, schlussendlich ist dies eine Energie auf Zeit, die jeden Stein verformen kann. Das gleiche gilt beim Breakdance. Ziel ist es nicht mit viel Kraft oder grosser Muskelmasse an einem gewissen Ort einen flüssigen Ablauf zu erreichen, das funktioniert nicht. Es sind immer ganz viele feine Muskelstränge, die einander zum richtigen Zeitpunkt die Arbeit weiter geben müssen, damit ein Fluss zu Stande kommt.

Bruce Lee gilt für Crazy als Vorbild und Basis bezüglich der Beherrschung von Körper und Geist. Zu den persönlichen Grundsätzen im Alltagsleben gehört für Crazy zudem eine gesunde Ernährung und Lebensweise, sowie Strechting und Kraftübungen vor dem Gang zur Arbeit. Dies alles trägt dazu bei, dass er mit 51 Jahren immer noch als einer der wenigen, in seinem Alter, auf einem hohen Level Breakdance betreiben kann.


 Die Hip Hop Kultur und deren Terminologie

Seit Crazy das Gesamtkonzept der ursprünglichen Hip Hop Bewegung in New York erkannt und genügend darüber gelernt hatte, gibt es für ihn prinzipiell nur die eine und keine andere Form der Hip Hop Bewegung. Der Ursprung ist die Stadt New York, in der die verschiedenen Kunst Elemente, wie Graffiti, Breakdance, Rapping und DJ'ing zu Beginn der 80er Jahre von Afrika Bambaataa zu Hip Hop zusammen geführt wurden. Dies obwohl die Elemente Ende der 70er Jahren bereits einzeln vorhanden waren. Bambaataa betitelte die Hip Hop Bewegung und nutzte sie um den Jugendlichen eine Alternative zu Drogen und Gewalt zu bieten. Genau dieses Bild der Hip Hop Bewegung ist es, das Crazy bis heute weiterträgt und lebt. Die Terminologie bezüglich der Tanzarten, die Bezeichnungen von Moves usw. ist eine komplexe Thematik, da auch die Jungs in New York nicht aufgeschrieben und dokumentiert haben, was und wieso sie etwas taten oder wie es bezeichnet werden soll. Diesbezüglich sind bis heute Diskussionen im Gange. Für Europa gilt, dass man damals ein eigenes Vokabular erarbeitet hat. Wenn Crazy für Shows anderen B-Boys Sequenzen und Abläufe beibringen wollte, zeichnete er die Moves auf Papier und gab ihnen eine Bezeichnung auf Schweizerdeutsch oder Deutsch. Die Franzosen und Italiener machten dies genauso, jeder behalf sich letztendlich seiner eigenen Sprache. Als man später mit den Amerikanern in Kontakt kam, kamen die Diskussionen bezüglich der Bezeichnungen natürlicherweise in Gange. Für Crazy ist diese Diskussion tunlichst zu umgehen, da die Terminologie nur eine gewisse Relevanz hat. Auch ist es im Nachhinein sehr schwierig etwas zu belegen ohne dass man sich zum Zeitpunkt der Ereignisse darüber Gedanken gemacht und es dokumentiert hat. Wichtiger sind die Ideen und die Aussagen, die dahinter stecken. Historisch bedeutsamer wäre jedoch gewesen die amerikanischen Breakdancer hätten von Beginn an alles dokumentiert. Wenn sie gewusst hätten, dass später das Ganze zu so einer Grösse heranwachsen würde, hätten sie wahrscheinlich mehr aufgeschrieben. Jedoch interessierte dies Mitte der 70er bis Ende 80er Jahre kaum jemanden. Es war sogar so, dass gegen Ende der 80er Jahre sich kaum mehr jemand in NYC für Hip Hop interessierte. Erst Europa liess die ganze Bewegung wieder aufblühen und gab den Amerikanern die Möglichkeit dadurch wieder in Europa zu touren. Obwohl zu Beginn der 90er Jahre das Interesse an Hip Hop auch auf unserem Kontinent grösstenteils vorbei war, praktizierte Crazy weiterhin bis Ende der 90er Jahre intensiv alle Hip Hop- Elemente und nahm zum Beispiel unter vielen anderen Breakdance Wettbewerben auch am "Anniversary" der von Africa Bambaataa gegründeten Zulunation im Jahre 1999 teil, an dem er als Sieger hervorging. Von seinem Freundeskreis belächelt, liess er sich nicht beirren und zog seine Sache durch. Die kreativen Möglichkeiten gaben ihm so viel Ausdrucks- Möglichkeiten und Energie, dass er, auch wenn er der letzte Mensch auf dieser Welt sein sollte, diese weiterhin praktizieren werde

Peace, Unity, Love and having Fun

Schlagwörter der Zulunation von Bambaataa, wie „Peace, Unity, Love and having Fun“ treffen für ihn genau den Geist der ursprünglichen Hip Hop Bewegung. Weder Leistung, Talent, Fame (Berühmtheit) oder Stellenwert einer Person in der Szene waren ihm wichtig, sondern die Person als solche – sofern diese einen positiven Eindruck hinterliess. Das zwischenzeitlich weltweite Netzwerk, das rein über die gemeinsame Basis Hip Hop entstanden ist, baut vor allem über emotionale Bindungen auf. Auch wenn ein grosser Teil, der in der Anfangszeit kennengelernten Hip Hop- Liebhaber heute nicht mehr oder nur noch wenig mit der Kultur zu tun haben, pflegt er immer noch die seit Jahren bestehenden Freundschaften und freut sich wie ein kleines Kind, wenn er auf alte Bekannte trifft. Bei gemeinsamen Essen oder sonstigem Zusammensitzen – nachdem man sich im Breakdance gemessen hatte – war für Ihn grundsätzlich immer der Mensch wichtiger als die Anzahl Drehungen, die derjenige auf dem Kopf meisterte. Seinen Kindern gibt er bis heute auf den Weg mit immer offen zu bleiben für Personen, die auf einen zukommen, was auf Respekt und Toleranz basiert. Nicht blind auf die Meinung anderer Hören, sondern versuchen sich ein eigenes Bild über ein Thema oder einen Menschen zu machen.

Persönliche Botschaft von Crazy zur Hip Hop Bewegung, Zitat Crazy :

Tut das was ihr gerne tut und geniesst diese Momente. Jedes positive Erlebnis hat einen positiven Einfluss auf die eigene Persönlichkeit und dieses beeinflusst wiederum jede weitere Person und schlussendlich auch alles andere was uns umgibt. Geniesst das Leben, geht raus mit euren positiven Erlebnissen und Gefühlen. Beeinflusst die Welt! Es gibt genügend negative Energien. Bewirkt einen Gegenpol, Hip Hop bietet diese Möglichkeit. Die alte Hip Hop Weisheit gilt bis heute immer noch und sie funktioniert. Verwandelt negative Energie in positive, kreative Energie, die künstlerischen Elemente der Hip Hop Bewegung bieten die Werkzeuge dazu. [3]


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[1] Conscious wird aus dem Englischen ins Deutsche mit „bewusst“ übersetzt. In der Rapszene gibt es zwei Lager von Rapkünstlern. Die bewussten Rapper mit meist dokumentarisch-, moralisch- oder sozialkritischen Texten und die Gangsterrapper, welche Gewalt, Kriminalität, Drogen, Sexismus und sonstige Diskriminierungen verherrlichen.

[2] Scratchen wird aus dem Englischen mit „kratzen“ übersetzt. Kontextuell gemeint ist hier das hin und her Bewegen der Vinyl- Platten auf dem Plattenteller, während die Nadel auf der Platte sitzt. Durch diese Bewegungen entsteht ein Kratzgeräusch, das je nach Schnelligkeit der Bewegung an der Tonart variiert, wodurch eine Art von Quietschen bis hin zu eigene Melodien entstehen sollen. Üblicherweise werden 2 Plattenteller und ein Mischpult für diese Kunstform des DJ’ing verwendet, weitere Details, siehe Biographie DJ Keys (CH- History Thun).

[3] sämtliche Zitate aus dem Interview mit Crazy sind sinngemäss aus dem Schweizerdeutschen ins Hochdeutschen übersetzt. 

[4] siehe Interview Crazy 2016.

 

QUELLENVERZEICHNIS

 

BIBLIOGRAPHIE:

Interview Crazy 2016: Crazy mit Caroline Montandon, mündlich, Schweizerdeutsch, 45’58’’, 12.03.2016, Basel im Tibiz, coll. HHMS.

Dok 1 : "An der Spitze", in: 14K Magazin, 25.02.2013. Recommended by Frankie Freez', 2016, http://www.14k.ch/news/bboying/crazyone/, März 2016.


VIDEOS:

Video 1 , "Who the hell is B-Man Crazy", https://www.youtube.com/watch?v=_StgoaDq9Tk, youtube, coll. Crazy, 2013, Dezember 2016. 

Video 2, "160625 crazy session 50 and 51", https://www.youtube.com/watch?v=EmKPs3PlL3g, youtube, coll. Crazy, 2016, Dezember 2016. 

Video 3, "49 and still going down", https://www.youtube.com/watch?v=pxnJqxiu-dc, youtube, coll. Crazy, 2014, Dezember 2016.

Video 4,  SF 1991, „Schweizer Fernsehen, SF, Schweizermeisterschaften Breakdance, Gurten Bern mit Frankie Freez’, Zed, Monty, Crazy, 1991, coll. Frankie Freez'. http://www.topcam.ch/downloads/HipHopMuseum/Tagesschau_SM_Breakdance-Gurten%20Bern-1991.mp4 und https://youtu.be/lKKE3MIcNbc, SRF Archivnummer 2301528, videoarchiv.sfr.ch (Kontext: Breakdance Gurten), HHMS, 2016. Lizenz: "1991 Schweizer Radio und Fernsehen, lizensiert durch Telepool GmbH Zürich.", 2016.

Wetten Dass"ZDF Wetten Dass - 1984 -Breakdance. Rocksteady Crew, Dynamic Rockers, NYC Breakers, Magnificent force.", https://www.youtube.com/watch?v=WCdnTEN365g, youtube Dezember 2016. 

ZDF- Aktuelles Sportstudio "Dynamic Rockers 1984 im ZDF Aktuellen Sportstudio", https://www.youtube.com/watch?v=SKGlRwCj1l8, youtube Dezember 2016. 

Beatstreet, "Beatstreet", Trailer zum gleichnamigen Film, 1984, New York, https://www.youtube.com/watch?v=H0p2LFGlWTA, youtube, Dezember 2016.

Wildstyle, "Wildstyle", Trailer zum gleichnamigen Film, 1983, New York City, https://www.youtube.com/watch?v=Hee38-NV11E, youtube, Dezember 2016. 

Style wars, "Style wars", Trailer zum gleichnamigen Film 1983, New York City, https://www.youtube.com/watch?v=0EW22LzSaJA, youtube, Dezember 2016. 

BOTY, "BOTY 2015", https://www.youtube.com/watch?v=QUoNapmLMAo, youtube Dezember 2016

Jazzy Rockers, "Kid Rock. Jazzy Rockers", 20.04.2016, Bienne, https://www.youtube.com/watch?v=4NqvpcYvCxI, coll. Kid Rock, youtube, Dezember 2016. 

Storm, "Bboy Storm vs Crazy Legs. Battle of Gods", https://www.youtube.com/watch?v=9n-8BjdWdT4, youtube, Dezember 2016. 

Broken Glass, "Break Dance Crew- Broken Glass- Manchester- 1984", https://www.youtube.com/watch?v=fPQLAcghBbs, youtube, Dezember 2016. 

Enemy Squad, "Enemy Squad- Ki Mit Tud 1993- Breakdance 2/3", https://www.youtube.com/watch?v=yiUdU2fgSR0, youtube, Dezember 2016.

Next one, "Next one Bboy Legend", https://www.youtube.com/watch?v=t3Yp5dASzGc, youtube, Dezember 2016.

Paulo Nunes, "Zapp! G 5- onbelemmerd", https://www.youtube.com/watch?v=j7yJA_K5dJU, youtube, Dezember 2016. 

Emilio, "Legendary Emilio (Battle Squad)- KoreanRoc.com", https://www.youtube.com/watch?v=IbErGlZK2Lg, youtube, Dezember 2016. 

Dresscodes, "Dresscode. Kleiderzwang im Historischen Museum Luzern", Ausstellung, 21. September 2007- 24. Februar 2008, Luzern, https://plus.google.com/116534285523726569874, google+, Dezember 2016. 

H.I.P H.O.P, "H.I.P H.O.P", TF1, moderiert von Sidney, Paris 1984. https://www.youtube.com/watch?v=snUL2IBlB88, Januar 2017. 


ABBILDUNGEN:

Abb. 1, "Batches", 7154- coll. Crazy, 2016.

Abb.2, "Journals", 7539- coll. Crazy, 2016. 

 Abb. 3, "Pictures and Batches", 4521- coll. Crazy, 2016.


M.A. phil. hist. I Caroline Montandon, Dezember 2016.